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Befragungen in der Pirmasenser Innenstadt, Interviews mit Bürgern und Verwaltung, Fotos, Grafiken oder eigene Referate stehen auf dem Plan der Schüler. Die Geschichte der Stadt ist dabei ebenso Thema wie der Niedergang der Schuhindustrie oder Geschäft-Leerstände in der Innenstadt. Über mögliche Zukunftsperspektiven diskutieren die Jugendlichen, nicht nur im Leistungskurs, sondern auch mit der PZ, die ihnen mehrere Wochen lang im Unterricht zur Verfügung steht.
Michael Fuhrmann, verantwortlich für die PZ-Jugendseite und Kenner der Jugend- und Vereinsszene, besuchte die Schüler im Unterricht und begleitete zudem gestern eines der Teams bei dessen Suche nach geeigneten Interviewkandidaten in der Pirmasenser Fußgängerzone.
Trotz Regenwetter trafen sich neun IGS-Schüler vor dem alten Rathaus, um anschließend in Kleingruppen unterteilt loszugehen und willige Pirmasenser zu suchen, die sich anhand eines vorbereiteten Fragebogens zum Strukturwandel in Pirmasens äußerten. Auf der Straße hatten Franziska, Jeanine und Anika an diesem Tag wahrlich kein Glück bei den vorherrschenden Wetterverhältnissen. Deshalb suchten die drei ihre Ansprechpartner in den Geschäften. Zum zweiten Mal waren die Schüler in Pirmasens zur Befragung unterwegs. Rund 300 Pirmasenser wollte man ursprünglich befragen, inzwischen wären die Schüler mit 100 Interviews zufrieden. „Das würde für unsere abschließenden Auswertungen reichen“, erzählt Franziska.
Die Fragebögen sind in sieben verschiedene Kategorien unterteilt. Beispielsweise stellt sich die Frage: „Aus welchen Gründen die Bürger in Pirmasens wohnen“? oder „Wie man die Entwicklung der Stadt in den nächsten fünf Jahren einschätzt“? Schulnoten können Pirmasenser verteilen, wenn sie sich zu Themen wie Bildungsangebot, medizinische Versorgung, Lebensqualität oder Shoppingmöglichkeiten äußern.
Recht zufrieden mit seiner Situation zeigt sich Dieter Babilon, der Chef des gleichnamigen Spielwarengeschäftes, beim Gespräch mit den jungen Damen. „Natürlich gibt es Probleme. Doch wir machen das Beste daraus,“ erzählt er und diskutiert über Themen wie Einkaufszentrum in der Innenstadt oder Ausbau der B 10. „In der heutigen PZ habe ich gelesen, dass das EKZ jetzt mit 15 000 Quadratmetern gerechnet wird, ich glaube 12 000 Quadratmeter würden wahrscheinlich reichen, aber getan werden muss was.“
Auch Markus Semmet, der Leiter des DAK-Servicezentrums in der Fußgängerzone, nimmt sich die Zeit, um den Fragebogen auszufüllen. Er findet die Aktion der Schüler „sehr gut“ und unterhält sich mit ihnen ausführlich. Wenn Semmet die Region verlassen müsste, würde er in den Norden ziehen, „da hat es mir schon immer gefallen“. Wobei auch Markus Semmet findet, dass die Situation der Stadt Pirmasens „nicht so negativ ist, wie es manchmal in der Öffentlichkeit dargestellt wird“.
Weitere Berichte über die Aktion des Erdkunde-Leistungskurses der IGS Thaleischweiler-Fröschen folgen in loser Reihenfolge. (mf)"
Den Artikel der PZ zu diesem Beitrag finden Sie in unserem Pressespiegel (SERVICE ->Pressespiegel)
Quelle: Pirmasenser Zeitung vom 14. Dezember 2011 |