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Quo vadis, Leistungskurs Geschichte?

Wir schreiben das Jahr 275/276 n. Chr. Die prasselnden Flammen erlöschen. Der Rauch verzieht sich, das aufgeregte Geschrei verebbt. Stille macht sich breit in Schwarzenacker. Grabesstille nach dem Überfall der Alemannen. Allmählich wird das Ausmaß sichtbar: Die unter Kaiser Augustus gegründete, quirlige Handelsstadt liegt in Schutt und Asche. Einige Häuser und Kellergewölbe haben den Ansturm überstanden. Und der Grundriss einer italisch-römischen Stadtplanung ist zu sehen. Bis heute. Obwohl in den Jahren nach der Zerstörung Schwarzenacker wieder besiedelt und aufgebaut wurde – der ehemalige Glanz und die überregionale Bedeutung als Handels-  und Verwaltungszentrum war ein für allemal dahin.

Die ursprünglich auf einer Fläche von 25-30 ha mit ca. 2.000 Einwohnern große Siedlung ist in Teilen als Freilichtmuseum wiederaufgebaut. Die freigelegten und teilweise rekonstruierten Gebäude, Häuserfassaden, Straßenzügen mit überdachten Gehsteigen und Abwasserkanälen vermitteln einen lebendigen Einblick in den Alltag einer gallorömischen Etappenstadt vor 2000 Jahren.

Heute wie damals imposant: das „Haus des Augenarztes“ mit seiner vornehm wohnlichen Ausstattung sowie das Säulenkellerhaus, das seinen Namen dem großartigen Keller mit fünf Säulen verdankt. An der Straßenkreuzung bei „Capitolinus“ konnte man einkehren und eine Kleinigkeit essen oder trinken. Das frische Brot, das zum Essen gereicht wurde, stammte aus der heute rekonstruierten Bäckerei. Und gleich daneben bot die Herberge Handelsreisenden, Beamten, Handwerkern und Durchreisenden Logis und Unterkunft. (Quelle: www.roemermuseum-schwarzenacker.de/Zugriff 13.12. 2011)

 

Dank der exzellenten, um nicht zu sagen familiären Beziehungen ins Römermuseum, wurde extra für uns geöffnet und wir erhielten Einblicke in Arbeitsbereiche der Grabungsstätte, die normalerweise der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, so Einblicke in die Grabungstechnik und die Numismatik (Münzkunde), da auch zahlreiche Münzen in Schwarzenacker gefunden wurden. Ein großes Lob und ein herzliches Dankeschön an Frau Abel, die dies alles ermöglich hatte und uns auch mit panem et circences verwöhnte: Brot in Form Lukanischer Würste und Moretum, eine Paste aus Kräutern, Knoblauch und Frischkäse sowie Datteln gefüllt mit Nüssen, Spiele in Form von Brettspielen (ludi tabulae), die eindeutig als Vorläufer heutiger Spielklassiker erkannt wurden. Bis auf das Wetter - und da kann man niemanden einen Vorwurf machen - zeigt unser Daumen eindeutig nach oben, die Gladiatoren dürfen die Arena verlassen und wir möchten uns alle noch mal ganz herzlich bei Frau Abel bedanken!

A. Zimmermann

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Blitzlicht

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